Die Pflanze

 

Vermutlich stammt der Name Baldrian vom botanischen Namen der Pflanze – Valeriana officinalis, was sich von valere ableiten lässt: „Gesund sein“. Zu finden ist die Pflanze in ganz Europa und Asien, mittlerweile wird sie auch im nördlichen Amerika angebaut.

Die Staude kann eine Höhe von 50 bis 150 Zentimetern erreichen. Die hellen Blüten sind in Trugdolden angeordnet und haben recht angenehmen Duft. Erst wenn diese getrocknet werden entfaltet sich der Baldrian-typische Geruch.

Der Volksmund nennt den Baldrian auch Katzenkraut, da sein Geruch Katzen anlockt. Diese Tiere haben eine exzellente Sehfähigkeit und deshalb wurde der Baldrian früher auch als Augenheilmittel angepriesen. Im Mittelalter sollte er auch gegen Pest und andere Seuchen helfen. Ein anderer Name ist Hexenkraut, da sich mit dem Geruch Hexen und böse Geister vertreiben lassen sollen. Der Sage nach soll der Geruch dem Rattenfänger von Hammeln geholfen haben, der einen Baldrianzweig an seinem Gürtel befestigt haben soll, die Ratten anzulocken.

Im medizinischen Bereich werden die unterirdischen Teile der Pflanze verwendet – Wurzelstock, die Baldrianwurzel und deren Ausläufer.